Aktuelle Anlegerfälle

Wirecard AG (WKN: 747206) - WDI

Am 18.06.2020 hat die Wirecard AG im Rahmen einer Ad-hoc-Mitteilung bekannt gegeben, dass die Bilanzvorlage für das Geschäftsjahr 2019 erneut verschoben werden muss, da bestehende Bankguthaben von insgesamt 1,9 Mrd. Euro auf Treuhandkonto nicht ausreichend durch Bankbestätigungen belegt werden konnten. In der Zwischenzeit steht fest, dass kein testierter Jahresabschlusss für 2019 vorliegt. Wir vertreten europaweit die Aktionärsrechte geschädigter Anleger in anstehenden Musterverfahren und im Insolvenzverfahren der Wirecard AG. Da die Schadensersatzansprüche aus den Rechten der Aktie hergeleitet werden, sind auch Aktionäre aus der Schweiz und Österreich anspruchsberechtigt am Klageverfahren in Deutschland teilzunehmen.

 

Insolvenzverfahren der Wirecard AG

Die negativen Entwicklungen rund um die Wirecard AG dürften am 25.06.2020 mit dem Antrag des Insolvenzverfahrens ihren Höhepunkt erreicht haben. Daher sind die Forderungen der Aktionäre auf Schadensersatz am Insolvenzverfahren der Wirecard AG anzumelden. Diese Schadensersatzforderungen sind gleichberechtigte Forderungen nach § 38 der Insolvenzordnung (InsO), und stehen folglich neben den Ansprüchen der Anleihegläubiger. Die Wirecard-Anleihe notiert derzeit bei ca. 10% des Nominalwertes, so dass davon auszugehen ist, dass der Kapitalmakrt eine Insolvenzquote in dieser Höhe erwartet. Eine Anmeldung am Insolvenzverfahren auch nach dem 26.10.2020 noch nachträglich möglich.

 

Ergänzend sind die Schadensersatzansprüche gegen die finanzstarken Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young zu prüfen. Wir wird es ein Sammelverfahren vor dem OLG München geben, wo für alle Aktionäre einheitlich geprüft wird, ob sich der Wirtschaftsprüfer schadensersatzpflichtig gemacht hat. Auch hier dürfte eine Berufshaftpflichtversicherung greifen, so dass es im Rahmen des Klageverfahren einen Spielraum für den Abschluss eines Vergleiches gibt. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen dürfte zudem feststehen, dass gegen die Gesellschaft ein Musterverfahren als Sammelklage vor dem OLG München eingleitet wird. Hierzu ist eine anwaltliche Anmeldung der Ansprüche geschädigter Aktionäre nötig. Die Kosten betragen in der Regel ca. 5% Ihres Schadens.

 

Kapitalmarktrechtliche Haftung

Nach den Wertpapierhandelsgesetz (§§ 97, 98 WpHG) sowie der europäischen MAR (Market Abuse Regulation) ist eine Haftung des Konzerns für unrichtige Halb- oder Jahresfinanzberichte vorgesehen.  Nach dem derzeitigen Stand sowie dem Prüfungsbericht der Wirtschaftsprüfer ist davon auszugehen, dass diese Geschäftsberichte aufgrund der irreführenden Rechnungslegung die wirtschaftlichen Verhältnisse der Wirecard AG unrichtig wiedergegeben haben. Zudem ist auch eine Haftung für eine unrichtige Ad-hoc-Mitteilung in der Vergangenheit anzunehmen, da die Gesellschaft in vergangenen Ad-hoc-Mitteilungen die Vorwürfe hinsichtlich Unregelmäßigkeiten in den Bilanzen zurückgewiesen hatte. Diese Mitteilung dürfte nach den derzeitigen Erkenntnissen objektiv falsch gewesen sein. Folglich wäre den Aktionären auch nach diesen Vorschriften wahlweise der Transaktions- bzw. Differenzschaden zu erstatten.

 

Kapitalanlegermusterverfahren (sog. Sammelklage)

Aktuell wurde vor dem Hintergrund des KPMG-Sonderuntersuchungsberichts ein Antrag beim Landgericht München auf Einleitung eines Musterverfahrens nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) gestellt. Daher ist davon auszugehen, dass demnächst Anleger, die Wirecard-Aktien vor dem 18.06.2020 erworben haben, sich an dieser Sammelklage beteiligen können. Derzeit ist es noch unklar, ob auch Anleger von Call-Optionsscheinen, Aktienanleihen und Bonus-Zertifikaten am Verfahren teilnehmen können. In jedem Fall werden auch die Inhaber der Wirecard- Anleihe (WKN A2YNQ5) und der Wirecard-Wandelschuldverschreibung aktivlegitimiert sein.

 

Betroffene Aktionäre können mich gerne unter Tel. 0251 97447543 oder per E-Mail hinsichtlich einer individuellen kostenfreien Einschätzung Ihres Falles ansprechen. Gerne informieren wir Sie auch fortlaufend kostenfrei über die weitere Entwicklung in Sachen Wirecard AG.

 

 

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