Aktuelle Anlegerfälle

Daimler AG (WKN: 710000; ISIN: DE000710000)

 

Vor dem Hintergrund des aktuellen Dieselskandals hat das Landgericht Stuttgart mit Beschluss vom 27.12.2018 ein Musterverfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) gegen die Daimler AG für zulässig erklärt. Ein vergleichbares Musterverfahren findet derzeit beispielsweise gegen die Volkswagen AG aufgrund der vorgenommenen Diesel-Manipulationen statt. Es ist mit zu rechnen, dass im Jahre 2019 ein Musterverfahren vor dem Oberlandesgericht Stuttgart eröffnet wird.  

 

Aktionäre und Anleiheinhaber der Daimler AG, die ihre Wertpapiere ab dem 10.07.2012 bis zum 11.06.2018 erworben haben, erhalten somit die Möglichkeit ihre Kursverluste aus dem Jahre 2018 als Schadensersatzanspruch gegen die Daimler AG geltend zu machen. Hierbei ist es unerheblich, ob Aktien der Daimler AG in der Zwischenzeit veräußert wurden oder nicht. Geschädigte Anleger können zwischen einer Geltendmachung des Transaktions- oder Differenzschadens wählen.

 

In erster Linie dürften die Ansprüche auf eine nicht ausreichende Information der Aktionäre zurückzuführen sein. Der Vorstand der Daimler AG hat die Verwendung einer verbotenen Abschalteinrichtung im Daimler-Konzern abgestritten. Eine Ad-hoc-Mitteilung wurde von Daimler AG in diesem Zusammenhang nicht herausgegeben. Allerdings wurde inzwischen festgestellt, dass der Konzern in der Modellreihe Mercedes C 220d eine Abschalteinrichtung verbaut hat. Folglich dürfte in diesem Fall, vergleichbar mit den Geschehnissen rund um die Volkswagen AG, eine Fehlinformation des Kapitalmarktes vorgelegen haben.

 

Nach dem deutschen Wertpapierhandelsgesetz (WpHG), bzw. der europäischen Marktmissbrauchsrichtlinie MAR, sind Aktiengesellschaften verpflichtet, Insiderinformationen, die sie unmittelbar betreffen, unverzüglich zu veröffentlichen. Diese Publizitätspflicht des § 15 WpHG gilt insbesondere für Informationen, die für die weitere Kursentwicklung erheblich sind. Hierzu zählen insbesondere Produkthaftungs-oder Umweltschadensfälle. Ergänzend sind auch Ansprüche aus den wertpapierrechtlichen Finanzbercihterstattungspflichten sowie dem Kartellrecht denkbar.

 

Eine etwaige Haftung der Daimler AG nach § 37 b WpHG a.F. (bzw.  hätte zur Folge, dass der betroffene Anleger die Wahl zwischen einer Rückabwicklung des getätigten Geschäftes und der Geltendmachung eines Kursdifferenzschadens hätte.

 

Betroffene Anleger sollten in Betracht ziehen, sich an einem Musterverfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) zu beteiligen. Dieses Verfahren hat für die Aktionäre den Vorteil, dass das Prozesskostenrisiko deutlich niedriger als bei einer individuellen Klage ausfällt. In der Regel fallen nur Kosten in Höhe von ca. 5% des geltend gemachten Schadens an. 

 

Gerne stellen wir für Sie bei Ihrer Rechtschutzversicherung eine Deckungsanfrage und nehmen zu ihren individuellen Erfolgsaussichten im Rahmen einer fachanwaltlichen kostenfreien Ersteinschätzung ergänzend Stellung.

 

Betroffene Aktionäre können mich gerne unter Tel. 0251 97447543 oder über das untenstehende Kontaktformular hinsichtlich einer Einschätzung Ihres Falles ansprechen. Gerne informieren wir Sie auch fortlaufend kostenfrei über die weitere Entwicklung des Verfahrens.

 

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Steinhoff International Holdings N.V. (WKN: A14XB9)

 

Die Holding-Gesellschaft des Steinhoff-Konzerns hat am 06.12.2017 bekannt gegeben, dass die Vorlage der Jahreszahlen auf unbestimmte Zeit verschoben wird. Zudem wurde in der Zwischenzeit bestätigt, dass auch für das Bilanzjahr 2016 die gleichen problematischen Bilanzthemen relevant sind wie für das Geschäftsjahr 2017. Folglich dürften die Jahresberichte der Vorjahre aller Voraussicht nach korrigiert werden. Der Konzernchef hat bereits seinen Rücktritt angekündigt, die Aktie hat nach diesen katastrophalen Nachrichten bereits mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren.

 

Geschädigte Anleger dürften sich nun die Frage stellen, ob und inwieweit die Steinhoff International Holdings N.V. für eine möglichweise fehlerhafte Erstellung von Geschäftsberichten haftet. Schließlich sind die Verluste der Anleger allem Anschein nach ausschließlich auf die Unregelmäßigkeiten in der Buchführung zurückzuführen.

 

Kapitalmarktrechtliche Haftung

Nach den Wertpapierhandelsgesetz sowie der europäischen MAR (Market Abuse Regulation) ist eine Haftung des Konzerns für unrichtige Halb- oder Jahresfinanzberichte vorgesehen.  Nach dem derzeitigen Stand ist davon auszugehen, dass diese Geschäftsberichte aufgrund der irreführenden Rechnungslegung die wirtschaftlichen Verhältnisse der Steinhoff International Holdings N.V unrichtig wiedergegeben haben. Zudem ist auch eine Haftung für eine unrichtige Ad-hoc-Mitteilung in der Vergangenheit anzunehmen, da die Gesellschaft in einer Ad-hoc-Mitteilung vom 24.08.2017 die Vorwürfe hinsichtlich Unregelmäßigkeiten in den Bilanzen zurückgewiesen hatte. Diese Mitteilung dürfte nach den derzeitigen Erkenntnissen objektiv falsch gewesen sein. Folglich wäre den Aktionären auch nach diesen Vorschriften wahlweise der Transaktions- bzw. Differenzschaden zu erstatten.

 

Zwar hat der Konzern seien Sitz in den Niederlanden, allerdings ist eine Börsenzulassung neben der Johannesburger Börse auch an der Frankfurter Börse erfolgt. Folglich dürfte das Landgericht Frankfurt für Aktionärsklagen gegen die Gesellschaft nach den europäischen Zuständigkeitsvorschriften (EuGVVO) zuständig sein.

 

Kapitalanlegermusterverfahren

Derzeit ist davon auszugehen, dass vor Landgericht Frankfurt ein Sammelverfahren nach dem Kapitalanlegermusterverfahrensgesetz (KapMuG) eröffnet wird. Bei dieser sogenannten Sammelklage gegen die Steinhoff-Aktiengesellschaft können die betroffenen Aktionäre von einer kostengünstigen Anmeldung ihrer Ansprüche profitieren. Mit einer Eröffnung des Verfahrens ist im Jahre 2018 zu rechnen. Ein ähnliches Sammelverfahren findet bereits gegen die Volkswagen AG aufgrund des Diesel-Skandals statt.

 

Zusammenfassend dürfte allen Aktionären, die seit dem Erstlisting an der Frankfurter Börse am 07.12.2015 Aktien der Gesellschaft erworben haben, ein Schadensersatzanspruch zustehen, soweit sich die Aktien am 05.12.2017 im jeweiligen Wertpapierdepot befanden. Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen haben, stellen wir gerne für Sie eine Deckungsanfrage.

 

Betroffene Aktionäre können mich gerne unter Tel. 0251 97447543 oder per E-Mail hinsichtlich einer individuellen kostenfreien Einschätzung Ihres Falles ansprechen. Gerne informieren wir Sie auch fortlaufend kostenfrei über die weitere Entwicklung im Steinhoff-Bilanzskandal.