Aktuelle Anlegerfälle

 

Volkswagen AG -  Musterverfahren eröffnet !

 

Das Oberlandesgericht Braunschweig hat den Musterkläger für das Musterverfahren gegen die Volkswagen AG bestimmt. Nach der formellen Eröffnung des Verfahrens wird über die Ansprüche der betroffenen Aktionäre auf kapitalmarktrechtlichen Schadensersatz einheitlich entschieden. Die Fondsgesellschaft Deka wird hierbei als Musterkläger in das Verfahren eintreten, und die wesentlichen Prozesshandlungen stellvertretend für die anderen Aktionäre vornehmen. Innerhalb einer Frist von sechs Monaten ab der Bekanntmachung können die Ansprüche aller übrigen Aktionäre bis Anfang September 2017  verjährungshemmend angemeldet werden. Auch die Erwerber von Aktien der Porsche Automobil Holding SE sowie die Erwerber von Derivaten auf Aktien der Volkswagen AG (Aktienanleihen, Optionsscheine, Knock-Out-Zertifikate) sind laut dem Vorlagebeschluss des Gerichts aktivlegitimiert, und können sich ebenfalls am Musterverfahren beteiligen. Hierfür ist eine anwaltliche Vertretung nach dem KapMuG gesetzlich vorgeschrieben.

 

Nach dem jüngsten Kurssturz bei den Volkswagen Vorzugsaktien sowie bei den Stammaktien stellt sich für Anleger die Frage, inwieweit Schadensersatzansprüche gegen die Volkswagen AG geltend gemacht werden können. Derzeit erscheint der Nachweis der Kenntnis des Vorstands von den Diesel-Manipulationen aufgrund einer Vielzahl von Aussagen der Beteiligten möglich. Mehreren Medienberichten zufolge soll hierbei insbesondere der frühere Vorstand Ferdinand Piech gegenüber der Staatsanwaltschaft ausgesagt haben, dass Herr Winterkorn eine positive Kenntnis von den Vorwürfen bereits im Jahre 2015 hatte. Aktuell prüft der Aufsichtsrat der Volkswagen AG Schadensersatzforderungen des Konzerns gegen Herr Winterkorn. Mit den Entwicklungen der jüngsten Zeit sind die Erfolgschancen für Anleger auf die Zahlung eines kapitalmarktrechtlichen Schadensersatz erneut gestiegen.

 

In erster Linie sind die Ansprüche auf eine nicht ausreichende Information der Aktionäre zurückzuführen. Die amerikanische Umweltbehörde hat ihre Untersuchungen zu den Manipulationen der Abgaswerte von Dieselfahrzeugen allem Anschein nach bereits im Jahre 2014 begonnen.  Eine Ad-hoc-Mitteilung zu den Ermittlungen im Abgasskandal wurde von der Volkswagen AG allerdings erst im September 2015 herausgegeben.

 

Nach dem deutschen Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sind Aktiengesellschaften verpflichtet, Insiderinformationen, die sie unmittelbar betreffen, unverzüglich zu veröffentlichen. Diese Publizitätspflicht des § 15 WpHG gilt insbesondere für Informationen, die für die weitere Kursentwicklung erheblich sind. Hierzu zählen insbesondere Produkthaftungs-oder Umweltschadensfälle.

 

Eine etwaige Haftung der Volkswagen AG nach § 37 b WpHG hätte zur Folge, dass der betroffene Anleger die Wahl zwischen einer Rückabwicklung des getätigten Geschäftes und der Geltendmachung eines Kursdifferenzschadens hätte.

 

Für den einzelnen Aktionär ist es entscheidend, zu welchem Zeitpunkt er die Aktien der Volkswagen AG erworben hat. Anleger, die ihre Aktien erst nach dem Mai 2014 erworben haben, dürften die besten Aussichten auf kapitalmarktrechtlichen Schadensersatz haben. Geschädigte Anleger sollten in Betracht ziehen, sich an einem Musterverfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) zu beteiligen. Dieses Verfahren hat für die Aktionäre den Vorteil, dass das Prozesskostenrisiko niedriger als bei einer individuellen Klage ausfällt.     

 

Gerne können Sie mich unter 0251 97447543 oder über das untenstehende Kontaktformular hinsichtlich einer individuellen Einschätzung Ihres Falles ansprechen.

 

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